Stiftungsvorstand

Karl-Heinz Zacher


Karl-Heinz Zacher, Initiator der faceALS Stiftung, hat sich seit 2012 der Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose verschrieben. Zu diesem Zeitpunkt ist seine Frau Nina Zacher an ALS erkrankt, selbst nach ihrem Tod im Mai 2016, hat er weiterhin mit großem persönlichen Einsatz die im Mai 2015 begonnene Forschungstätigkeit vorangetrieben, welche nun durch die Errichtung der faceALS Stiftung nachhaltig und zukunftsträchtig fortgeführt wird, mit dem Ziel baldmöglichst eine zuverlässige Diagnose und zielgerichtete Therapie zu ermöglichen.

Tania Higgins


Tania Higgins hat einen sehr persönlichen Zugang zur Amyotrophen Lateralsklerose. Ihr Mann Prof. Christian Schreiber hat den Kampf gegen ALS im Juli 2016 verloren. Prof. Schreiber war ein begnadeter, international renommierter Herzchirurg, er hat gemeinsam mit Karl-Heinz Zacher und Dr. Heiko Ott, mit bemerkenswertem Engagement sein medizinisches Netzwerk eingesetzt, um Fortschritte bei der ALS-Forschung zu erzielen. Tania Higgins ist bei faceALS Stiftung für den Bereich Medien und Internationalisierung zuständig.

Dr. Ulrich Schreiber


Dr. Ulrich Schreiber ist Mitbegründer der faceALS-Stiftung und führt die Initiative seines verstorbenen Bruders, Prof. Christian Schreiber, fort. Nach dem Maschinenwesen-Studium an der Technischen Universität München, promovierte er im Bereich Medizintechnik. Nach seiner Tätigkeit als Forschungsleiter der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Deutschen Herzzentrum Münchens gründete er ein Medizintechnik-Unternehmen.

Forschungslabor

Dr. Anne Gieseler


Nach dem Biologie-Studium an der Universität Rostock und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg promovierte Anne Gieseler am Institut für Medizinische Neurobiologie und befasste sich mit der Entschlüsselung von pathophysiologischer Mechanismen in neurodegenerativen Erkrankungen. Seit 2008 gehört sie zur Forschergruppe „Molecular Pattern Recognition Research (MPRR)“ und ist vor allem für die Probenpräparation und die experimentelle Durchführung am Imaging Cycler Mikroskop (ICM) zuständig.

Reyk Hillert


Reyk Hillert studierte Computervisualistik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, war wissenschaftlicher Mitarbeiter der AG Multimedia and Security und wurde nach seinem Abschluss Teil der Forschungsgruppe "Molecular Pattern Recognition Research (MPRR)". Hier entwickelt er seit 2006 Softwarewerkzeuge für die Imaging Cycler Mikroskopie (ICM) und ist für die Datenauswertung und die Planung von Experimenten in enger Zusammenarbeit mit Anne Gieseler und externen wissenschaftlichen Kooperationspartnern verantwortlich.

Andreas Krusche


Andreas Krusche hat Maschinenbau an der Fachhochschule in Brandenburg studiert. Er gehört seit 2006 zur Forschungsgruppe "Molecular Pattern Recognition Research (MPRR)". Sein Aufgabengebiet erstreckt sich über alles Technische, wie Neuentwicklung oder Prozessoptimierung in der Imaging Cycler Mikroskopie (ICM). Manche sagen, er ist der "MacGyver" in der Gruppe.

faceALS-Stiftung
Schriftliches Grußwort der Schirmherrin
Barbara Stamm, MdL
Präsidentin des Bayerischen Landtags

„Wer hofft, hat schon gesiegt und siegt weiter.“

Dieser Satz von Jean Paul bringt eine grundlegende Wahrheit des menschlichen Lebens zum Ausdruck. Und Sie, die Sie als Betroffene, Angehörige, Forschende, Therapeuten oder Ärzte der Krankheit ALS begegnen, erleben Tag für Tag immer wieder aufs Neue den tieferen Sinn dieser Worte.

Den unschätzbaren Wert von Hoffnung hat die Stiftung faceALS schon früh erkannt. Aus einer zunächst privaten Initiative durch Betroffene und Angehörige ist längst etwas Großartiges entstanden. Hier wird auf vielfältige Weise Mut gemacht und dadurch Hoffnung gespendet. Die Stiftung inspiriert, sie vernetzt und sie investiert! Sie führt bereits vorhandene Ansätze der Forschung weiter, um so die Perspektive für die Betroffenen im Kampf gegen die bisher unheilbare Krankheit zu ändern. Dass hierbei nationale und internationale Partner wie auch die Pharmaindustrie mit einbezogen werden ist Grundvoraussetzung und dringlicher Appell für eine vertrauensvolle, in die Zukunft gerichtete Spitzenforschung zum Nutzen aller.

Neben der unverzichtbaren Forschung ist es aber auch wichtig, das gesellschaftliche Bewusstsein zu schärfen. Das heißt sich zu vergegenwärtigen, was es bedeutet, sich mit den Ungewissheiten eines bedrohten Lebens durch ALS zurechtzufinden: Sensibilität wird hier vor allem durch persönliche Geschichten geschaffen, die der Krankheit ein Gesicht geben. Menschen, die sich von ihrem schrecklichen Schicksal so wenig wie möglich haben beeinflussen lassen. Tapfere Kämpferinnen und Kämpfer, die bis zum Schluss durch ihr ermutigendes Beispiel und durch ihre unerschütterliche Präsenz bei so vielen anderen Spuren hinterlassen haben. Diese Spuren gilt es, in unseren Herzen zu bewahren. Ihren Mut und ihren (Kampfes-)Willen gilt es weiterzutragen – damit Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilen, keine Angst haben, sondern lernen mit der Angst umzugehen.

Deshalb unterstütze ich als Schirmherrin die Stiftung faceALS aus tiefster Überzeugung und von ganzem Herzen.
Barbara Stamm
Barbara Stamm
Präsidentin des Bayerischen Landtags